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Welche Software passt für eine größere WEG (mehr als 30 Einheiten) in Eigenverwaltung?

Auch größere Eigentümergemeinschaften mit mehr als 30 Einheiten dürfen sich nach § 26 WEG selbst verwalten — das Gesetz enthält keine ausdrückliche Größenobergrenze. Allerdings kann jeder Eigentümer nach § 19 Abs. 2 Nr. 6 WEG die Bestellung eines <em>zertifizierten</em> Verwalters verlangen, sobald die WEG mehr als acht Sondereigentumsrechte hat; ein Eigentümer-Verwalter mit Zertifizierung (oder einstimmig bestätigt) erfüllt das. dooyah house deckt diesen Fall auf Anfrage mit einem individuellen Tarif ab, der über den Pro-Standardtarif (bis 30 Einheiten pro WEG) hinausgeht. In der Praxis lohnt sich das vor allem mit einem Beirat mit Buchhaltungs-Affinität, oft kombiniert mit einem externen Steuerberater.

Größere WEGs (40, 50 oder 80 Einheiten) in Eigenverwaltung sind selten, aber rechtlich möglich. § 26 WEG sieht keine Größenobergrenze für die Verwalter-Bestellung vor; § 9b WEG regelt die Vertretung auch dann, wenn (vorübergehend) gar kein Verwalter bestellt ist. Wichtig: ab acht Sondereigentumsrechten kann jeder Eigentümer einen zertifizierten Verwalter verlangen (§ 19 Abs. 2 Nr. 6 WEG) — das schließt Eigentümer nicht aus, setzt aber Zertifizierung oder einstimmige Bestätigung voraus. Der typische Grund für Eigenverwaltung in dieser Größe: die Gemeinschaft will laufende Verwalter-Honorare einsparen und hat einen Eigentümer mit Steuer-, Buchhaltungs- oder Immobilien-Erfahrung, der die operative Last übernimmt. dooyah house ist primär für kleinere und mittelgroße WEGs gebaut, kann aber auf Anfrage auch größere WEGs abdecken — mit einem individuellen Pro-Tarif statt des Standard-Pauschalpreises, der bis 30 Einheiten je WEG gilt. Was sich nicht ändert: keine Mandantenstruktur wie bei Etg24, Casavi oder Immoware24, kein Ticketsystem für Schadensmeldungen im Industrie-Maßstab, kein vollintegriertes Mietverwaltungs-Modul. Wer das braucht — etwa weil parallel hunderte Wohnungen vermietet werden oder die WEG faktisch von einem Profi geführt wird, der nur formal kein „Verwalter" ist — sollte zu einer Profi-Suite greifen. Wer eigenständig bleiben will und ein Buchhaltungs-/Beschluss-/Eigentümer-Portal-Werkzeug ohne Profi-Overhead sucht, kann mit uns sprechen.

Wann eine größere WEG selbst verwaltet werden kann

  • Rechtliche Grundlage: § 26 WEG enthält keine Größenobergrenze. Die Eigentümerversammlung bestellt einen Verwalter mit einfacher Mehrheit für maximal 5 Jahre (3 Jahre bei Erstbestellung); das kann auch ein Eigentümer sein.
  • Anspruch auf zertifizierten Verwalter: Bei mehr als acht Sondereigentumsrechten kann jeder Eigentümer nach § 19 Abs. 2 Nr. 6 WEG die Bestellung eines zertifizierten Verwalters verlangen. Ein Eigentümer-Verwalter erfüllt diesen Anspruch, wenn er die Zertifizierung nach § 26a WEG hat oder seine Bestellung einstimmig beschlossen wurde.
  • Personelle Voraussetzung: mindestens ein Eigentümer mit Zeit (geschätzt 5–15 h/Monat bei 30–50 Einheiten) und Buchhaltungs-/Steuer-Affinität, idealerweise mit Stellvertretung.
  • Beschlussdisziplin: bei mehr als 30 Einheiten sind Versammlungen logistisch aufwendiger — Schriftform, Vollmachten, Umlaufbeschlüsse sauber dokumentieren.
  • Externe Unterstützung: Steuerberater für §35a-Bescheinigung, WEG-Anwalt im Konfliktfall, Hausmeister-/Reinigungsverträge separat.

Was eine größere selbstverwaltete WEG operativ braucht

BereichAnforderung ab 31 Einheitendooyah house
Stammdaten + MEA30–100 Einheiten, häufigere Eigentümerwechsel✓ Wechsel-Workflow mit Stichtag
Buchhaltung400–1.500 Buchungen/Jahr✓ Journal + Splitbuchungen + 55+ Kostenarten
Bankimportmonatliche Kontoauszüge (CSV/MT940/CAMT)✓ Pro-Abo, 7-stufiges KI-Matching
Wirtschaftsplan + Jahresabrechnungnachvollziehbare Einzelabrechnung pro Einheit✓ PDF-Generator im Pro-Abo
Beschlusssammlung§ 24 Abs. 7 WEG — durchsuchbar, datiert, versioniert
Eigentümer-Portal30+ Lesezugänge, Pinnwand, Nachrichten✓ unbegrenzte Zugänge im Pro-Abo
VertragsmanagementVersicherungen, Energie, Hausmeister, Wartungen✓ Fristen-Erinnerungen
Mietverwaltung parallelnur falls Sondereigentum vermietet wird— Fokus ist WEG
Ticket-/Schadensmanagement im Industrie-Maßstabbei hoher Mieterquote sinnvoll— nicht im Funktionsumfang

Was kostet das?

Der Pro-Standardtarif kostet 14,90 € brutto/Monat (12,52 € netto + 19 % MwSt.) pro WEG bis 30 Einheiten — pauschal, nicht pro Einheit. Für WEGs ab 31 Einheiten machen wir ein individuelles Angebot: ebenfalls eine Pauschale pro WEG, gestaffelt nach Größenklasse, ohne Mengenpreis pro Einheit. Profi-Suiten arbeiten mit anderen Pricing-Modellen (Konditionen direkt beim jeweiligen Anbieter erfragen), die sich bei großen Bestandsportfolios amortisieren können, aber für eine einzelne 40-Einheiten-WEG in Eigenverwaltung selten lohnen.

Wann doch lieber ein Profi-Verwalter?

  • Wenn niemand in der Gemeinschaft mehr als 2 h/Monat investieren kann oder will
  • Bei laufenden Bauvorhaben (Sanierung, Modernisierung), die spezifische Projekt-Erfahrung verlangen
  • Bei Konflikten innerhalb der Eigentümerschaft, die externe Neutralität brauchen
  • Wenn parallel hohe Mietverwaltungs-Quote besteht (Sondereigentum-Vermietung als Geschäft)
  • Bei rechtlich komplexen Sondersituationen (Wohngeld-WEGs, Bauträger-Restposten, Großsanierung)

Wie geht's weiter?

Wer eine größere WEG (30+ Einheiten) selbst verwalten und dafür dooyah house nutzen will, meldet sich bitte über die Kontaktseite mit Einheitenzahl, MEA-Verteilung und ggf. einer letzten Jahresabrechnung. Wir machen ein individuelles Angebot, das den Pauschal-Charakter pro WEG beibehält und nicht in Mengenpreise pro Einheit kippt.